Einen besonderen Schwerpunkt der Ausstellung bildet der Bezug Hundertwassers zu Hamburg. 1959 war er für kurze Zeit als Professor an der Hochschule für bildende Künste tätig. Daneben hinterließ er verschiedene künstlerische Spuren in Hamburg. Während eines Aufenthaltes in Hamburg im Jahre 1992 machte der Künstler auf Anregung des Hamburger
Abendblattes einen Vorschlag zur Umgestaltung des Bunkers auf dem Heiligengeistfeld und übermalte ein Foto des monströsen Relikts aus dem Zweiten Weltkrieg mit farbigen Reliefs, setzte goldene Kugeln auf die Flaktürme, bepflanzte den Bunker bildlich mit Bäumen und Sträuchern und ließ ihn auf diese Weise als "menschliche Architektur" erscheinen. Diese Foto-Übermalung wird erstmalig in der Ausstellung der Öffentlichkeit vorgestellt. Auch die ersten Skizzen für den Ausstellungsort, das Stadtcafé Ottensen, gestaltete Friedensreich Hundertwasser persönlich, als er 1992 in Hamburg war, um die Lackierung des ersten "Rollenden Kunstwerks" in Form eines Reisebusses zu vollenden.